Montag, 3. Mai 2021

Anfrage und Kontakt Sammeln von Weinetiketten

im Rahmen der Recherche Weinlehrpfad im Ländlichen Raum und Dorfflohmarkt in Pfaffenweiler 
am Sonntag, den 13.06.2021 haben wir diesen Link entdeckt und angefragt 

Frage: 
Wer hat die Informationen zum Thema Weinetikett gesammelt ?
Dürfen wir auszugsweise Text und Bilder für den Lehrpfad verwenden ?
Dürfen wir den Link in unseren Blog „Schneckenfest 2021" einbinden ?


Weinetiketten sammeln

Das Weinetikett – die Visitenkarte des Weines

Weinetiketten sind gewissermaßen die Visitenkarten des Weines. Und wie jede Visitenkarte zeigt auch das Weinetikett die wichtigsten Daten zu dem jeweiligen Wein. So müssen der Abfüller, der Alkoholgehalt, die Weinart und die Qualität des Weines ausgewiesen sein. Hinzu kommen noch die amtliche Prüfnummer sowie die Auskunft über die Herkunft des Weines. In der Regel findet man noch Angaben über den Jahrgang des Weines, die verarbeitete Rebsorte oder den Lagenamen auf dem Weinetikett.

Zur Geschichte des Weinetiketts

Sieht man das Weinetikett als Deklarierung des jeweiligen Weines, kann man natürlich weit in die Geschichte zurückgehen. Schon in der Antike wurde die Qualität von Weinen durch Siegel ausgewiesen. Von den römischen Amphoren weiß man, dass sie teilweise mit tönernen Anhängern versehen waren. Solche Anhängsel waren auch noch bis zu den Anfängen der Neuzeit durchaus üblich. Für den Sammler stellt sich allerdings die Frage, ob er sein Sammelgebiet so weit ausdehnen sollte. Das Sammelgebiet ist auch ohne die antiken und mittelalterlichen Anhänger noch weit gespannt. Ich persönlich neige dazu, das Sammelgebiet zumindest auf die uns aus dem Alltag bekannten aufgeklebten lithografierten und gedruckten Etiketten zu beschränken. Das

Original Weinetikett von 1964 Niersteiner Fritzenhölle Spätlese

Sammeln von antiken oder mittelalterlichen Weinanhängern wäre dann ein spezielles verwandtes, aber doch separates Sammelgebiet. Die uns heute geläufigen lithografierten Etiketten selbst haben schon eine weit zurückreichende Geschichte. Sie sind fast so alt wie die Lithographie selbst. Schon kurz nachdem Alois Senefelder im Jahre 1797 diese Art des Flachdruckverfahrens entdeckte, wurden die ersten Weinetiketten mit Hilfe der Lithografie erstellt. Die ersten Etiketten dürften Anfang des 19. Jahrhunderts entstanden sein.

Schönheit der Lithografie und Seltenheit der Lagen

Die Geschichte der Weinetiketten spiegelt natürlich auch die Geschichte der Lithographie sowie der Drucktechniken wieder. Die älteren Etiketten begeistern oftmals mit ihren einfallsreichen und bunten Illustrationen. Sie sind zumeist auch noch gut als Lithografie identifizierbar. In neuerer Zeit beinhalten die Drucke verschiedene Techniken, so dass eine Druckbestimmung immer schwieriger wird. Da die Weinetiketten in der Regel von der Flasche gelöst werden, spielen auch die sich im Laufe der Zeit geänderten Beklebarten eine große Rolle.

Wichtig für den Sammler sind neben dem lithografischen Erlebnis natürlich die Lagenbezeichnungen. Es dürften heute etwa 2.600 Lagen existieren. Es handelt sich oftmals um sogenannte Großlagenamen. Ein markantes Datum für den Sammler von Weinetiketten dürfte das Jahr 1971 darstellen. Ein neues Regelwerk zur Weindeklaration führte  in jenem Jahr dazu, dass viele der bis dahin bekannten Lagenamen verloren gingen. Auch kam es vor, dass Weinlagen  einschließlich ihres Namens einfach verlegt wurden.

Original Kreuznacher Narrenkappe

Damals gab es noch so skurrile Lagebezeichnungen wie „Brackenheimer Mäusekammer", „Haagener Eselsberg", Heilbronner Schmelzpfanne", „Neipperger Schimmelberg", „Freyburger Galgenberg", „Langenlohnsheimer Saukopf" oder „Cröver Nacktarsch", um nur einige anzuführen. Einige der Namen haben sich gehalten, andere sind heute bereits vergessen.  Mit ihnen sind nicht nur die schönen Namen, sondern auch die alten Sprüche, Bonmots, die aufwändig gezeichneten Weinranken und überhaupt die Farbenpracht verschwunden. Die Einführung der Deklaration wie Qualitätswein, Kabinett oder Qualitätswein mit Prädikat geschah gleichfalls auf der Basis dieses neuen nWeingesetztes. Das Sammeln von Weinetiketten solcher alter Lagen hat, und dies ist das Spannende daran, auch viel mit Aufarbeitung der Heimatgeschichte zu tun, ganz abgesehen von der etymologischen Bedeutung solcher Lagen. Hieraus lässt sich die frühere Nutzung wunderbar ablesen. Weinetikett von 1961 Bechtheimer LöwenbergBei einer Lage mit Namen Galgenberg ist sie geradezu offensichtlich und lässt dem Sammler doch einen leichten Schauer über den Rücken rieseln. So kann man sagen, dass die Weine zwar längst getrunken sind; es bleinem allerdings die Weinetiketten als Erinnerung an das jeweilige Zeitgeschehen, an alte Bekannte, an die vielen positiven wie negativen Anekdoten und Geschichtchen, welche sich um die einzelnen Etiketten ranken.

Original Weinetikett mit der alten Lagebezeichnung 1961er Bechtheimer Löwenberg

siehe auch 




Anfrage in Arbeit 

Dipl. Ing. Hans-Georg Breiding
Wiesbadener Ring 4
34576 Homberg

Kontakt:

Telefon: +49 (0) 15123129443
E-Mail: h.breiding.hb@gmail.com


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